Auktion 5 „Numismatische Kostbarkeiten“ und Auktion 6 „Münzen, Medaillen, Banknoten & Literatur“

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Vom 23. bis 25. Mai 2012 fanden die Auktionen 5 & 6 der Sincona AG in Zürich statt. Katalog 5 „Numismatic Rarities“ enthielt 92 Münzen von besonderer Seltenheit und / oder Schönheit. Die Schätzung des Kataloges war 2.161.000 CHF. Der Zuschlag summierte sich auf CHF 2.905.000.

Datum/Zeit
22.05.2012 - 24.05.2012
22:00

Veranstaltungsort
Testplatz Stuttgart

Kategorien


Auktion 5 „Numismatische Kostbarkeiten“ und Auktion 6 „Münzen, Medaillen, Banknoten & Literatur“

Schweizer Kostbarkeiten bei Sincona

Vom 23. bis 25. Mai 2012 fanden die Auktionen 5 & 6 der Sincona AG in Zürich statt. Katalog 5 „Numismatic Rarities“ enthielt 92 Münzen von besonderer Seltenheit und / oder Schönheit. Die Schätzung des Kataloges war 2.161.000 CHF. Der Zuschlag summierte sich auf CHF 2.905.000.
Obwohl der Schwerpunkt bei Schweizer Münzen lag, wurden auch ausländische Münzen und Medaillen angeboten. Besonders erwähnenswert wären Los 2. Arenberg. Taler 1576, Schätzung 10.000, Zuschlag 21.000.

Los 11: Griechenland. 50 Drachmen 1876, Schätzung 15.000, Zuschlag 56.000.

Los 11. Griechenland. 50 Drachmen 1876, Schätzung 15.000, Zuschlag 56.000. Los 23. Österreich. Der herrliche Orden vom Goldenen Vlies. Schätzung 10.000. Zuschlag 42.000. Eine prächtige und äußerst seltene polnische Medaille von Sebastian Dadler von 1651. Auf die Niederschlagung des Kosakenaufstande. Wahrscheinlich seit den 20er Jahren nicht mehr vorgekommen. Schätzung 10.000. Zuschlag 24.000.
Die Schweizer Münzen und Proben brachten erstaunliche Resultate. Während Los 44. Neuchâtel. Doppelpistole im Rahmen der Schätzung blieb – von 85.000 auf 90.000, erzielte der Dicken von Uri, Schwyz und Nidwalden (Los 49) 32.000 bei einer Schätzung von 15.000.

Los 57: Schweiz. 20 Franken 1873/1883, Schätzung: 100.000, Zuschlag: 260.000.

Die teuerste Münze des Kataloges wurde Los 57, die 20 Franken Probe 1873/1883 – ein Unikat. Bei einer stolzen Schätzung von 100.000 erzielte die Münze unglaubliche 260.000. Los 60, 20 Franken 1887 in prachtvoller Erhaltung hat der Probe 1873/1883 etwas Konkurrenz gemacht. Es wurden 210.000 für diese sehr seltene Münze bezahlt. Dagegen scheint das Stirnlockenvreneli mit 105.000 beinahe billig. Das Vreneli 1897 aus Gondogold brachte 100.000. Und das Los 69, Probe-10 Franken 1911 muss noch erwähnt werden. Bei einer Schätzung von 60.000 erzielte es 140.000. Alle Preise verstehen sich in Schweizer Franken.

Katalog 6. Der Allgemeinkatalog mit 780 Seiten und 4790 Losen könnte als dickster Münzauktionskatalog rekordverdächtig sein. Bei einer Schätzung von CHF 3.217.350, wurden CHF 3.437.840 erzielt. Dieser Katalog enthielt Münzen, Medaillen und Banknoten. Das Spektrum der Auktion erstreckte sich von der Antike bis zur Moderne. Enthalten waren auch sehr viele Goldmünzen und -medaillen die nur knapp über dem Goldpreis angeboten wurden. Eine wahre Gelegenheit für den Metallwert-bewussten Käufer.

Los 107: Syrakus, Tetradrachme des Phrygillos. Schätzung: 9.000, Zuschlag: 15.000.

Einige interessante Ergebnisse waren: Los 107, eine syrakusanische Tetradrachme des Künstlers Phrygillos, die von 9.000 auf 15.000 kletterte. Los 166, Römische Republik. Ein Denar des M. Iunis Brutus in wunderbarer Erhaltung sprang von 1.000 auf 5.000. Los 203, die unzirkulierte Tetradrachme von Laodicea ad Mare des Kaisers Septimius Severus brachte 3.200 bei einer Schätzung von 1.000.-. Los 244. Ein Denar Karls des Großen erzielte 4.400, Los 246, ein Porträtdenar Ludwigs des Frommen brachte 6.750.
Aus der Neuzeit berichten wir von Los 589, ein Königsberger Dukat Friedrichs III., der mit 11.000 fast die doppelte Schätzung brachte. Erstaunliche 30.000 Franken brachte ein Taler des Bistums Bremen (1511/1558) bei einer soliden Schätzung von 20.000.- Das Unikat, Quart d’écu 1608 des Karl I. Gonzaga aus Charleville (Los 1268) wurde mit 16.000 zugeschlagen. Der Katalog war so umfangreich, dass eine detailliertere Aufzählung von interessanten Münzen diesen Rahmen sprengen würde. Erwähnenswert ist noch eine Medaille von P. H. Müller (Los 1714) auf den Seesieg Russlands bei Gangut. Sehr bescheiden mit 1.000 geschätzt, brachte sie 32.000. Russland ist immer noch der Renner auf dem numismatischen Markt.
Ein Großteil des Kataloges war Schweizer Münzen und Medaillen gewidmet, darunter die Sammlung Dr. Charles Froidevaux. Hier brachte ein Dicken der Stadt Chur (Los 2399) 10.000 bei einer Schätzung von 6.500. Ein kleiner Liard von Franquemont (Los 2405) erzielte 6.500, mehr als das Doppelte der Schätzung.

Los 2610: Schweiz. Taler von 1550 Münzstätte Altdorf, Schätzung: 18.000, Zuschlag: 37.000.

Der Altdorfer Taler von 1550 (Los 2610) tat das gleiche, er ging von 18.000 auf 37.000. Kantonalgold war auch in diesem Katalog gefragt. Los 3007, ein Berner 3-facher Dukat von 1699 vermehrte seinen Schätzwert von 17.500 auf 27.000.

Bei den Münzen aus Übersee sollte man China nicht vergessen. Nach russischen Münzen wird für chinesische Münzen der größte Preisantrieb der letzten Jahre verzeichnet. Lose 4325 und 4326, jedes ein 10 Cash von Hunan – wohl Proben – brachten je 32.000.

Dazu muss man sagen, dass der Großteil des Kataloges Münzen für den „normalen“ Sammler beinhaltet hat. Es gab sehr viele Münzen, die zwischen 50 und 500 Franken geschätzt waren und zu ganz normalen, manchmal sehr günstigen Preisen weggingen.

Nach diesen und den Auktionen des letzten Jahres hat sich Sincona AG nicht nur als eines der führenden Münzauktionshäusern der Schweiz etabliert, sondern auch als internationales Versteigerungshaus. Man ist auf den Herbst gespannt wenn die grösste Russland Sammlung seit Graf Tolstoy (Hess 1917) zur Versteigerung kommt.

Sie können die kompletten Auktionskataloge auch online finden: Auktion 5 und Auktion 6.

Oder Sie laden die Ergebnisliste hier herunter.